Weitere Veranstaltungen zu Kirchenentwicklung 2030
Die Herbstkonferenz des Dekanats Offenburg-Kinzigtal am 26. Oktober 2022 war für die im Dekanat tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pastoralen Dienst der nächste größere Schritt im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030. Der biblische Einstieg in die halbtägige Konferenz brachte den Aufbruch von Abraham und Sara ins Ungewisse (Gen 12) mit der derzeitigen Situation im Kirchenentwicklungsprozess in Verbindung. Die beiden anschließenden Arbeitsphasen dienten der von der diözesanen Projektleitung erbetenen Rückmeldung zu den Themenfeldern "Leitung unterhalb der Pfarreiebene" und "Pastorale Zentren" aus hauptberuflicher Perspektive. Sie fanden in möglichst gut gemischten Arbeitsgruppen aus Priestern, Diakonen, Pastoral-, Gemeindereferent/innen und weiteren pastoralen Mitarbeitenden unterschiedlicher Einsatzorte und Dienstalter statt, um in jeder Arbeitsgruppe möglichst viele unterschiedliche Blickwinkel vertreten zu haben. Die Konferenz schloss mit Gebet und Segen und dem gemeinsamen Mittagessen.
Am 7. November 2022 hat sich der Dekanatsrat des Dekanats Offenburg-Kinzigtal mit dem Thema Kirchenentwicklung 2030 ausführlich befasst. Der Erzbischof hatte sich mit Fragen an die Gremien gewandt, von denen einige in zwei Halbgruppen des Rates diskutiert und aus der Sichtweise der Rätinnen und Räte beantwortet wurden.
Eine Halbgruppe befasste sich mit den Aufgaben des künftigen Pfarreirates und der künftigen Gemeindeteams. In einem Arbeitspapier, das für das Diözesanforum erarbeitet wurde, waren deren Aufgaben kurz umrissen. Im Zentrum der Rückmeldung des Dekanatsrates stand die Sorge vor Überforderung der Gremien. Allerdings ermöglichte die Beschäftigung mit den Fragen auch die Entwicklung erster motivierender Bilder für die Pfarrei (neu), einer Pfarrei mit vielen kleinen Gemeinden, in denen die Menschen vor Ort Verantwortung übernehmen.
Die zweite Halbgruppe befasst sich mit der Frage nach der Leitung in der Pfarrei (neu), d.h. der Leitung unterhalb der Pfarreiebene. Auch hier gab es die Sorge vor Überforderung, aber auch die Hoffnung, dass Leitung im Team gut gestemmt werden kann, vor allem wenn sie sich auf kleine überschaubare Einheiten bezieht.
Eine Halbgruppe befasste sich mit den Aufgaben des künftigen Pfarreirates und der künftigen Gemeindeteams. In einem Arbeitspapier, das für das Diözesanforum erarbeitet wurde, waren deren Aufgaben kurz umrissen. Im Zentrum der Rückmeldung des Dekanatsrates stand die Sorge vor Überforderung der Gremien. Allerdings ermöglichte die Beschäftigung mit den Fragen auch die Entwicklung erster motivierender Bilder für die Pfarrei (neu), einer Pfarrei mit vielen kleinen Gemeinden, in denen die Menschen vor Ort Verantwortung übernehmen.
Die zweite Halbgruppe befasst sich mit der Frage nach der Leitung in der Pfarrei (neu), d.h. der Leitung unterhalb der Pfarreiebene. Auch hier gab es die Sorge vor Überforderung, aber auch die Hoffnung, dass Leitung im Team gut gestemmt werden kann, vor allem wenn sie sich auf kleine überschaubare Einheiten bezieht.
Seit den beiden Sitzungen des Diözesanforums der Erzdiözese Freiburg im vergangenen Jahr wird der Weg der Neustrukturierung des kirchlichen Lebens auch in der Ortenau immer konkreter. Zum 01.01.2026 wird Erzbischof Stephan Burger den allergrößten Teil der 1010 bestehenden Pfarreien seiner Diözese auflösen und diese in 36 „Pfarreien neu“ zusammenfassen.
Was dies für die Struktur des kirchlichen Lebens zwischen Kehl und Gengenbach bedeutet, dazu berieten sich auf Einladung von Dekan Matthias Bürkle hin am vergangenen Freitag im Christlichen Jugenddorf in Offenburg die sechs bestehenden Pfarrgemeinderäte und die dazu gehörenden Stiftungsräte der Seelsorgeeinheiten Hanauerland, Kehl, Schutterwald-Hohberg- Neuried, Offenburg und Vorderes Kinzigtal sowie die Ratsmitglieder aus den zur Seelsorgeeinheit Appenweier-Durbach gehörenden Pfarreien Durbach und Ebersweier.
Diese Räte haben aktuell Verantwortung für 64.000 Katholiken in 31 Pfarreien und sollen zum 01.01.2026 gemeinsam eine Pfarrei neu bilden und im Sinne des Staatskirchenrechtes auch eine Kirchengemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechtes.
Gemäß den Regelungen des vom Bistum erlassenen „Vorfeld-Entscheidungen-Gesetzes“ entschied sich die Versammlung dafür, alle vor dem Zusammenschluss notwendigen pastoralen Entscheidungen des Pfarrgemeinderates und die finanziellen und personellen Entscheidungen des Stiftungsrates in den kommenden zweieinhalb Jahren in einem jeweiligen gemeinsamen Ausschuss zu fällen. Diesen beiden Ausschüssen gehören jeweils drei bzw. zwei Ratsmitglieder der bestehenden Gremien an.
Eine weitere wichtige Entscheidung galt es dahingegend zu treffen, dass alle 31 Pfarreien in eine bestehende Pfarrei integriert werden sollen. Die letzte Entscheidung hierfür wird Erzbischof Burger haben, der jedoch die Räte um ein Votum gebeten hat. In diesem Punkt waren sich die Ratsmitglieder bald einig, dass dies eine Offenburger Pfarrei sein soll. Nach einer lebendigen Aussprache votierte die Mehrheit für die Pfarrei der Stadtmitte, die älteste Pfarrei Offenburgs Heilig Kreuz. Kirchenrechtlich gesehen werden nun künftig alle Pfarreien auf dem Gebiet der Pfarrei neu zur Pfarrei Heilig Kreuz, Offenburg gehören. Die früher selbständigen Pfarreien werden jedoch ihre Rechte, die sie als Pfarrkirchen hatten beibehalten, so dass in diesen weiterhin Taufen und Trauungen gespendet und diese ihr Patrozinium feiern werden.
Diese Pfarrei neu Offenburg Heilig Kreuz mit nunmehr 64.000 Katholiken in 31 Gemeinden wird dann gleichzeitig eine Kirchengemeinde, d.h. eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes unter der Leitung eines Pfarrers und eines Pfarreirates sein.
Die Ratsmitglieder gaben auch dazu ihr Votum an den Erzbischof ab. Die Kirchengemeinde neu soll den Namen tragen „Römisch-katholische Kirchengemeinde Mittlere Ortenau“. Der Sitz der Pfarrei soll ebenfalls in Offenburg liegen. Konkret bedeutet dies, dass der künftige Pfarrer, eine leitende Referentin oder Referent, ein Geschäftsführer mit seinem Stab in Offenburg angesiedelt werden. Ein Team von weiteren Priestern und Diakonen, pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Pfarrbüros als Anlaufstellen werden über das gesamte Pfarrgebiet verteilt werden.
In den kommenden zweieinhalb Jahren werden nun die beiden Vollversammlungen der bestehenden Pfarrgemeinderäte und Stiftungsräte die beiden beschließenden Ausschüsse zusammen mit der lokalen Projektleitung als Steuerungsgruppe diesen anstehenden Wechsel der kirchlichen Strukturen vorbereiten.
Diese Vollversammlung im christlichen Jugenddorf fand in dieser Form zum ersten Mal statt. Sie wurde von den teilnehmenden Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen als ein gelungenes und konstruktives Miteinander erlebt. Diese Erfahrung war wichtig im Blick auf das zukünftige kirchliche Leben in der Pfarrei neu.
Dekan Matthias Bürkle
In der Vollversammlung aller Pfarrgemeinderäte und Stiftungsräte wurden für beide Gremien beschließende Ausschüsse eingerichtet. Sie werden in der Zeit bis zur Errichtung der neuen Pfarrei alle Beschlüsse fassen, die alle bestehenden Einheiten auf dem Gebiet der Pfarrei neu gemeinsam betreffen.
Der beschließende Ausschuss der Pfarrgemeinderäte
Pfarreien Durbach und Ebersweier
Iris Straßer-Müller
Franz Wörner
Wolfgang Werner
Seelsorgeeinheit Hanauerland
Nathalie Jockers
Sabine Klose
Agnes Walter
Seelsorgeeinheit Kehl
Pfr. Alois Balint
Jürgen Lorey
Ursula Lux
Seelsorgeeinheit Offenburg St. Ursula
Dr. Felix Fels
Angelika Eschbach
Winfried Walter
Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried
Michaela Eckert
Michael Sauer
Joachim Gengenbacher
Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal St. Pirmin
Konrad Buss
Constanze Dreher
Markus Müller
Mitglieder Kraft Amtes
Dekan Matthias Bürkle
Martin Wetzel (ohne Stimmrecht)
Beratende Mitglieder
Kai Möschle (Bereich Caritas)
Judith Baßler-Schipperges (Bereich Bildung)
Sabine Müller (Bereich Orden)
Iris Straßer-Müller
Franz Wörner
Wolfgang Werner
Seelsorgeeinheit Hanauerland
Nathalie Jockers
Sabine Klose
Agnes Walter
Seelsorgeeinheit Kehl
Pfr. Alois Balint
Jürgen Lorey
Ursula Lux
Seelsorgeeinheit Offenburg St. Ursula
Dr. Felix Fels
Angelika Eschbach
Winfried Walter
Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried
Michaela Eckert
Michael Sauer
Joachim Gengenbacher
Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal St. Pirmin
Konrad Buss
Constanze Dreher
Markus Müller
Mitglieder Kraft Amtes
Dekan Matthias Bürkle
Martin Wetzel (ohne Stimmrecht)
Beratende Mitglieder
Kai Möschle (Bereich Caritas)
Judith Baßler-Schipperges (Bereich Bildung)
Sabine Müller (Bereich Orden)
Vorstand des Ausschusses:
Franz Wörner Dr. Felix Fels
Der beschließende Ausschuss der Stiftungsräte
Pfarreien Durbach und Ebersweier
Franz Wörner
Iris Straßer-Müller
Seelsorgeeinheit Hanauerland
Pfr. Rüdiger Kopp
Marianne Zimmer
Seelsorgeeinheit Kehl
Michel Schoendorff
Marion Schadt
Seelsorgeeinheit Offenburg St. Ursula
Monika Glatt
Erich Kiefer
Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried
Walter Gutmann
Markus Rexter
Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal St. Pirmin
Markus Müller
Stefan Schmider
Mitglieder Kraft Amtes
Dekan Matthias Bürkle
Ralf Bruder (Vorstand VEG-Versammlung)
Beratende Mitglieder
Markus Doll (Verrechnungsstelle)
Martin Wetzel (Lokale Projektkoordination)
Franz Wörner
Iris Straßer-Müller
Seelsorgeeinheit Hanauerland
Pfr. Rüdiger Kopp
Marianne Zimmer
Seelsorgeeinheit Kehl
Michel Schoendorff
Marion Schadt
Seelsorgeeinheit Offenburg St. Ursula
Monika Glatt
Erich Kiefer
Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried
Walter Gutmann
Markus Rexter
Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal St. Pirmin
Markus Müller
Stefan Schmider
Mitglieder Kraft Amtes
Dekan Matthias Bürkle
Ralf Bruder (Vorstand VEG-Versammlung)
Beratende Mitglieder
Markus Doll (Verrechnungsstelle)
Martin Wetzel (Lokale Projektkoordination)
Vorstand des Ausschusses:
Ralf Bruder Iris Straßer-Müller
Im Rahmen der Dekanatskonferenz hatten die Hauptberuflichen auf dem Gebiet der künftigen Kirchengemeinde "Mittlere Ortenau" schon häufiger als Untergruppe getagt. Nun fanden zwei größere Treffen, erstmals gemeinsam mit dem designierten Leiter, Dekan Dr. Stefan Meisert, statt:
Am 11. Juni 2024 in OG-Rammersweier standen die Charismen im Mittelpunkt, die die einzelnen Mitarbeitenden mit- und einbringen und von denen die derzeitige Arbeit der Hauptamtlichen lebt und die Gemeinden bereichert.
Am 26. Juni 2024 im Rahmen der Dekanats-Klausurtagung im Kloster Oberbronn/Elsass ging es um die derzeitigen Arbeitsfelder der einzelnen Mitarbeitenden und den jeweiligen Umfang der Arbeitszeit, die durch ein pastorales Handlungsfeld gebunden wird.
Eine Kleingruppe aus dem Kreis der Hauptamtlichen wird mit den erhobenen Daten weiterarbeiten und dem Plenum Vorschläge zur Organisation und Zusammenarbeit als künftiges neues Seelsorgeteam machen.
Am 17. Juli 2024 trafen sich alle Sekretariats- und Verwaltungsmitarbeitenden in den Büros der künftigen Kirchengemeinde "Mittlere Ortenau" zu einem ersten Workshoptag im Haus Marienfried in Oberkirch.
Nach der Begrüßung durch Dekan Matthias Bürkle und dem Morgenimpuls standen Informationen zum Stand des Projekts "Kirchenentwicklung 2030" und das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt des Vormittags. Am Nachmittag wurde im Rahmen eines World-Cafés mit anschließender Kleingruppenarbeit die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen auf dem Weg zu einer gemeinsamen Verwaltung in der neuen Kirchengemeinde im Detail beleuchtet und erste Schritte vorgeschlagen. Diese werden von den Organisatoren des Tages und Moderator Klaus Muth nun konkreter gefasst und zur Weiterarbeit ausgeschrieben. Ergebnisse der Arbeitsphase sollen in einem nächsten "Tag der Sekretariats- und Verwaltungsmitarbeitenden" im Februar vorgestellt werden.


